Die Klassifizierung
DPS Skiteam alpin am 27.08.2008 - 15:22 UhrJede behinderte Athletin und jeder behinderte Athlet muss vor seinem ersten Wettkampf von einem IPC anerkannten Physiotherapeuten oder Arzt untersucht und klassifiziert werden. Das heisst, er muss seiner Behinderung entsprechend in eine der oben genannten Kategorien und Klassen eingeordnet werden. Die Art und Weise der Klassifizierung hat sich in letzter Zeit auf Grund neuer Erkenntnisse und vor allem durch die grossen Leistungssteigerungen immer wieder verändert. Heute werden die meisten Behinderten funktionell eingestuft, das heisst, es werden jene körperlichen Fähigkeiten getestet, welche es dem Sportler erlauben, sie im Wettkampf einzusetzen. Bei den Rollstuhlsportlern sind vor allem die neurologischen Ausfälle massgebend, also welche Rumpffunktionen kontrolliert werden können und welche nicht. Das Ausmass der Sehbehinderung wird durch einen Augenarzt festgestellt und die Klassifizierung erfolgt anhand der Diagnose. Total Sehbehinderte (B1) sind sogar verpflichtet eine vollkommen verdunkelte Skibrille während des Wettkampfes zu tragen.
Grenzfälle von Behinderungen sind meist erst bei der Wettkampfbeobachtung in die richtige Klasse einzuteilen. Die exakte Beobachtung der verschiedenen Bewegungsabläufe während der Rennen sind deshalb für die Klassifizierer sehr wichtig. Diese visuelle Klassifizierung gibt weitere wichtige Hinweise auf die richtige Klassenzuteilung. Die Physiotherapeuten sind bei den Rennen immer anwesend und untersuchen die Rennläuferinnen und Rennläufer in regelmässigen Abständen auf Veränderungen der Behinderungen.
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